Kirchspiel an Elbe, Löcknitz und Seege

Die Kirchen in Gartow, Holtorf, Kapern, Meetschow, Restorf und Schnackenburg sind im Sommer tagsüber geöffnet. Die mittelalterliche Feldsteinkirche in Vietze ist im Rahmen der Veranstaltungen oder auf Nachfrage geöffnet. In diesen spirituellen Räumen können Gäste und Einheimische innehalten und durch Muße und Besinnung Kraft schöpfen für den Alltag.

Am Elberadweg gelegen bietet es sich an, mit dem Fahrrad von Kirche zu Kirche zu radeln. Unsere Kirchen werden daher als Radwege-Kirchen ausgewiesen, Sie finden uns auch unter www.Elbe-Kirchen.de

In unseren Kirchen finden zahlreiche Konzerte statt. Der Orgel-Sommer Gartow an der Hagelstein-Orgel (1740) in der St. Georg Kirche zu Gartow (an jedem Mittwoch um 18 Uhr im Juli und August) haben sich über unsere Region hinaus einen Namen gemacht.
Die Schubertiaden in der St. Nicolai Kirche zu Schnackenburg bieten einen unvergleichlichen Musikgenuss. Weitere Konzerte lassen die Kirchen zu einem geistlichen Klangraum werden.

Wir laden herzlich ein zu unseren Gottesdiensten an wechselnden Orten. An jedem Sonntag findet zumindest um 10.30 Uhr ein Gottesdienst statt.

Aktuelle Hinweise zu Gottesdiensten und Veranstaltungen entnehmen Sie bitte dem Gemeindebrief, der örtlichen Presse oder unserer website: www.Kirch-Spiel.de

Kirche Lenzen

St.-Katharinen-Kirche in Lenzen
Dreischiffige Hallenkirche mit Querschiff und einschiffigem in drei Seiten des Achtecks geschlossenem Chor. Vorhanden sind noch ursprüngliche Reste gotischer Bemalung und Bauformen aus d. 14. Jahrhundert. Bedeutende Orgel (Schnittger/Scholtze). 2007 wurden Kircheninnenraum und Orgel komplett saniert.

Tel.: 038792/ 7267

Kirche Seedorf

Kirche in Seedorf
Barocke Kirche in Saalform aus Backstein aus dem Jahre 1754. Im Innern befinden sich zwei herrschaftliche Stühle.

Besichtigung nach Absprache mit Kirchenrat

Kirche Mödlich

Kirche in Mödlich
Backsteinbau aus dem 15. Jahrhundert, der hölzerne Turm aus dem Jahre 1659. Begräbnisstätte des holländischen Admirals Gysel van Lier (1593-1676)

Besichtigung jeden Samstag um 14.00 Uhr
Bei Gruppenführungen telefonische Absprache
unter 038792 / 7790

Kirche Kietz

Kirche in Kietz
1892 erbaut im neugotischen Stil, Grabstein des Bartholomäus zu Wenckstern - damaliger Grundbesitzer

Besichtigung nach Absprache mit Kirchenrat

Kiche Ferbitz

Kirche in Ferbitz
1905 erbaut – neugotischer Stil, Inneneinrichtung: Kanzel, Altar, Emporemalerei und Figuren

Tel.: 038780 / 50591, Ansprechpartner: Herr Martin Niemeyer

Kirche Lanz

Kirche in Lanz
1424 erbauter schlichter trutziger Feldsteinbau. 1476 erbauter norddeutscher Holzglockenturm, die Kirche wurde 1701 von Cuno Hartwig von Quitzow erweitert, 1785 wurde die Empore auf Befehl des preußischen Königs für Kolonisten aus Lenzersilge erbaut.

Tel.: 038780 / 7327, Pfarrer Nier

Kirche Cumlosen

Kirche in Cumlosen
1857 alte Kirche abgerissen und neue erbaut. 1858 neue Kirche feierlich eingeweiht, von den Mitgliedern des „Ländleins Cumlosen“ zu dem 13 Dörfer gehörten.

Tel.: 03877 / 402340, Wittenberge: Pfarrer Worch

Kirche Wootz

Kirche in Wootz
Schlichte Fachwerkkirche, 16. Jhd., Gotischer Flügelaltar, Kirche steht auf einer „Wurt“ als Schutz vor Elbhochwasser.

Besichtigung nach Absprache, 038792 7444

St. Georg in Gartow

St. Georg Kirche in Gartow
Die St.-Georgs-Kirche in Gartow verkörpert auf besondere Weise Tradition und lebendiges Gemeindeleben. Sie wurde bereits im Jahre 1321 urkundlich erwähnt. Seit 1438 lag das Patronat im Besitz derer von Bülow und wurde im Jahre 1694 durch Graf Andreas Gottlieb von Bernstorff erworben, in dessen Familie es bis heute ist. Unter ihm wurde die Kirche nach einem Brand 1721 in der damals modernen Bauweise errichtet. Die gesamte Einrichtung mit Kanzelaltar, Priechen und der Grisaille-Malerei stammt aus dieser Zeit.

Die Kirche ist im Sommerhalbjahr tagsüber geöffnet. Auch zu den Gottesdiensten sind Gäste herzlich eingeladen.

Von außergewöhnlicher Bedeutung ist die 1991 aufwendig restaurierte, prächtige Barockorgel. Erbaut durch den Lüneburger Orgelbauer Johann Matthias Hagelstein (1740) mit nord- und mitteldeutschen Klangelementen.

Aktuelle Informationen finden Sie im Gemeindebrief der ev.-luth. Kirchengemeinde Gartow und unter www.gartow-evangelisch.de

Holtorf

Die Kirche zu Holtorf
Rechteckiger, barocker Saalbau (1745) aus Backsteinen, auf Grundmauern einer spätgotischen Backsteinkirche (13. Jh.), niedriger Feldsteinsockel. Gliederung der Längsseiten durch vier Fensterachsen. Rechteckiger Sakristeianbau aus Ziegelfachwerk (1790) im Osten. Satteldach mit Krüppelwalm im Osten, rote Hohlpfannen. Wuchtiger Wehrturm gotischen Ursprungs aus Backstein mit querstehendem Satteldach, Turm in gleicher Breite wie Langhaus, Stützpfeiler, rundbogige Blendarkaden im Giebelbereich, barocker Kanzelaltar (1745).

Wehrturm wurde der Holtorfer »Kiek in′t Land« früher einmal genannt, weil er mit seiner hohen Spitze in kriegerischen Zeiten wohl als Beobachtungswarte Dienste. An der Südseite desselben sieht man noch heute in etwa 4 Meter Höhe den seit 1510 zugemauerten Eingang, durch den man mit Hilfe einer Leiter einstieg.

Kirche Kapern

Die Kirche in Kapern
Der Ort Kapern wird urkundlich erstmals 1356 erwähnt.
Für die ländliche Umgebung dieses Ortes höchst ungewöhnlich zeigt sich die Kirche als massiver, neuromanischer Ziegelbau. Sie wurde von Conrad Wilhelm Hase als Nachahmung einer dreischiffigen romanischen Basilika mit Querhaus errichtet und im Jahre 1860 eingeweiht.

Die Lage der Kirche in der Dorfmitte deutet auf märkische Verbindungen hin, denn die Gotteshäuser des Wendlandes liegen oft außerhalb des Dorfes.

1455 wurde die Kirchengemeinde Kapern mit Holtorf vereinigt und gehörte ab 1976 zum Kirchspiel Schnackenburg. Heute zählt Kapern zum Kirchspiel an Elbe und Seege.

Ausstattung: Ornamentale Jugendstilausmalung von 1905. Wandbilder des Dresdners Karl Andreä (1870). Das Taufbecken ist - der gesamten Anlage entsprechend - mittelalterlichem Baustil nachempfunden. Pneumatische Orgel (II/15) aus dem Jahre 1905 (Furtwängler & Hammer).

Kapelle zu Meetschow

Kapelle zu Meetschow

Kirche zu Restorf

Die Kirche zu Restorf
Kantor Rudolf Haberland wies darauf hin, daß schon in einer Verkaufsurkunde vom 1. September 1356 von einem Restorfer Kirchlehn die Rede ist: „Doch sind auch an Restorfs Gotteshaus die Wetterstürme vergangener Zeiten nicht spurlos vorübergegangen. Sie ist wohl im Dreißigjährigen Krieg zum Teil zerstört worden und hat sogar ihren Turm eingebüßt.“

Diese Kirche wurde im 20. Jahrhundert mit beweglichem Mobiliar und einer Küche ausgestattet.

Kirche in Schnackenburg

Die Kirche zu Schnackenburg
Am östlichen Ende des Landkreises Lüchow-Dannenberg, an der Mündung des Aland in die Elbe, liegt Schnackenburg. Die Schifffahrt und der Elbzoll sind hier seit frühester Zeit die wichtigen Erwerbsquellen. Daher ist die Kirche dem St. Nicolaus, Schutzpatron der Schiffer und Kaufleute, geweiht.

Die romanische Backsteinkirche, erbaut um 1200, besitzt einen mächtigen Westturm, der ursprünglich sicher als Wehrturm diente. Heute hängt hier ein großes Geläut von sechs Glocken, die älteste aus der Zeit um 1350.

Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche datiert aus dem Jahre 1284; damals war sie bereits Mittelpunkt einer Propstei des Bistums Verden.

Das Kirchenschiff ruht auf Fundamenten, deren vermauerte Rundbögen von außen erkennbar sind. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Fußboden um gut einen Meter erhöht.

Ausstattung:
Kanzel und Altar aus dem Jahre 1727, letzterer mit deutscher und lateinischer Inschrift auf der Rückseite. Ein schwebender Taufengel, ebenfalls von 1727, der zur Taufe herabgelassen wird, hält die Taufschale. Der Engel besitzt Ähnlichkeit mit einer Galionsfigur, sein Hersteller könnte sich öfter mit dem Schnitzen solcher Schiffsfiguren beschäftigt haben ­ vielleicht ein Hinweis auf die Entstehung vor Ort. Die Orgel (II/12) geht zurück auf Orgelbauer Rohlfing, Osnabrück, und stammt aus dem Jahre 187

Die Fotos der Kirchen erstellten die Kirchengemeinden und der Kirchenkreis Perleberg-Wittenberge für das Heft "Kirchen im Kirchenkreis Perleberg-Wittenberge", das in den Gemeinden und Touristinformationen erhältlich ist; die Informationen und Fotos zu den Kirchen südlich der Elbe stellte die Seite www.kirch-spiel.de zur Verfügung.